Rückblick - Vorausschau
Thema: Mein erster Marathon
Nun ist es nicht mehr lange hin. In vier Wochen ist es so weit und der Startschuss zum Hamburg-Marathon wird fallen.
Rückblick:
Jetzt - Ende März - habe ich fast 13 Wochen Marathon-Training nach Plan hinter mir. In unserem Flur hängt der Trainigsplan für Januar bis April. Wir hatten mit dem Marathon-Training ja schon früher - November/Dezember - angefangen. Richtig nach Plan ging es aber erst im Januar los. Jeder Tag, jeder absolvierte Lauf, wurde in dem Plan eingetragen und abgehakt. Heute sind es schon sehr viele Haken. Das Training verlief ganz gut. Ich hatte bisher das Glück, dass ich von Verletzungen und ernsthaften Beschwerden verschont geblieben bin. Ich hatte nur zwischenzeitlich leichte Probleme mit meinem rechten Knöchel, die sich aber schnell wieder verflüchtigt haben. Das Laufen und das Training macht mir immer noch Spaß. So soll es doch sein.
Was ich am meisten gehasst habe:
Die Quäl-Montage - und auch der Mittwoch noch dazu -. Das heißt: Intervalle und Tempoeinheiten. Eine Art zu Laufen, die mir überhaupt nicht gefällt. Solche Einheiten verliefen oft mit folgenden Worten des Trainers: Komm, komm, komm, dran bleiben. Nicht zurückfallen. Bleib an meiner Seite. Nur noch bis da vorne. Diese Worte waren oft mit einem heftigen Winken verbunden.
Äußere Einflüsse: Zuerst das Laufen im Dunkeln, dann: Das Wetter. Ständig begleitender Wind. Kälte. Jetzt auch noch: Schnee. Das ist nicht sehr motivierend und der Spaßfaktor leidet etwas darunter.
Momente, in denen der Trainer nicht mein Ehemann war, weil er mich nicht lieb hatte. Wir waren dann immer unterschiedlicher Meinung, was den Quälfaktor angeht. Er meint dann: Du quälst dich nicht. Ich meine: Du weißt gar nicht wie ich mich quäle. Eine Diskussion, die wohl zu keinem übereinstimmenden Ergebnis führen wird.
Momente, die einfach toll waren:
Das tolle Gefühl nach den ersten Langen Läufen. Geschafft. Ohne ernsthafte große Probleme. Große Erleichterung.
Wenn der Trainer nach dem Lauf (ob lang oder unter der Woche) zu mir sagt: Das war heute ein richtig toller Lauf. Das ist ein großes Lob und bedeutet mir sehr viel und wirkt sehr motivierend.
Vorausschau:
Jetzt kommen noch zwei 35 km-Läufe, ein 30 km-Lauf und eine Woche vor Tag X noch ein 20 km-Lauf. Vor den beiden 35 km-Läufen habe ich großen Respekt und ich hoffe, dass sie das bisher insgesamt positive Gefühl bestätigen werden.
Ich habe es ja schon vorher gewusst, aber jetzt kann ich es nur bestätigen: Das Marathon-Training ist schon sehr zeitaufwändig und auch anstrengend. Viele anderweitige Freizeitaktivitäten stehen da nicht mehr auf dem Plan. Nach vollbrachtem Langen Lauf bin ich dann doch froh, wenn ich zu Hause meine Ruhe habe.
Überhaupt nicht schön ist, dass Emil dieses Jahr nicht so einen guten Lauf hat. Erst die Probleme mit dem Rücken und jetzt die Probleme mit dem Fuß. Das macht schon traurig. Schließlich wollten wir beide Spaß haben das ganze mit einem schönen Lauf in Hamburg krönen. Jetzt muss man mal sehen, wie es weiter geht. Ich wünsche mir (und drücke die Daumen), dass es schnell wieder besser geht.