Rostocker Marathon Nacht 5.8.2006 |
Am Freitag den 4.8.2006 haben wir , meine Frau Sabine und ich, uns auf dem Weg nach Rostock gemacht. Ich bin sehr früh aufgestanden (06.30Uhr) um noch ein 3 km Läufchen zu machen. Nach dem Frühstück ging es dann um 9.00 Uhr los. Die Autobahn war recht voll und in Hamburg kamen wir auch in einen Stau. Nach ca. 3 ½ Stunden und 350 km kamen wir in Rostock an. Wetter war regnerisch und windig.
Dann der erste Schock. Unsere gebuchte Pension war geschlossen. Nicht wirklich zu, aber man konnte nicht einchecken. Die Putzfrau versuchte vergeblich die Verantwortlichen per Handy zu erreichen. Na toll, also erst mal Auto abgestellt und in Rostock bummeln gegangen. Um ca. 14.30 Uhr haben wir dann selber mit dem Handy die Inhaberin der Pension erreicht. Sie mache erst um 17.00 Uhr auf, aber wir könnten schon um 16.00 Uhr kommen. Wie freundlich L . Was für ein schlechter Service, der sich auch am Frühstücksbüfett wiederspiegelte. Endlich waren wir eingecheckt und konnten die Füße hochlegen. Draußen kam ein Gewitter nach dem anderen. Leider war die Startausgabe erst am Samstag ab 10.00 Uhr, so konnten wir halt nichts weiter machen als entspannen. |
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10...9...8...7...6...5...(die Spannung steigt) ...4 ...3 ... 2 ...1 ... Rummmms... Ich liebe es wenn es endlich losgeht und die ganze Spannung von einem abfällt. . Der Startschuss knallt aus einer „alten“ Vorderladerbüchse des lokalen Schützenvereins. Es ist immer noch trocken, aber die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch und das Atmen fällt ein wenig schwer. Ein erstes Foto von meiner Frau gemacht (Start des halben erst um 20.00 Uhr) und schon bin ich unterwegs. Eine langgezogene Kehre zu Anfang mit einigen Zuschauern, die uns anfeuern. (Diese Kehre werde ich noch hassen). Ich merkte, dass die Kilometerangaben rückwärts zählen und bin leicht verwirrt. „Noch 40 Km“ steht auf dem nächsten Schild, na dann. Ich merke nicht, dass ich die Kontrolle des Laufes nicht mehr in der Hand habe. (Gemerkt habe ich das eigentlich erst am nächsten Tag) Ich unterhalte mich auf den ersten Kilometern sehr gut, laufe mit einem Läufer, der erst seit 4 Jahren läuft und mir erzählt, wie er in Hamburg den Einbruch seines Lebens hatte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich keine Ahnung, wie schnell wir sind, bis er mir sagt:“ wir haben einen Schnitt von ca. 4.15 – 4.30 min/km. Oje, ich registriere das Ganze, aber agiere nicht und so kommen wir bei KM 10 auf ca. 46 min. Eindeutig zu schnell für mich, obwohl es mir sehr gut geht. Der Wind bläst leicht von vorn und ich rechne hoch auf 24,5 km. Eindeutig zu schnell und ich werde langsamer. Das Gelände wird schwieriger, es ist doch bergiger als das Höhenprofil hergibt und etliche Brücken sind auch dabei. Ich bin immer noch zu schnell und werde noch ein wenig langsamer und erreiche unseren Treffpunkt in 2 Std. 14 min (24,5 Km). Da ich um ca. 4 min zu früh bin, entschließe ich mich zu warten. Bei 2 Std. 17min kommt meine Frau um die Ecke gerauscht. Nach einer 3 Min Pause setzte ich mich wieder in Trapp und schon geht es in den Warnower Tunnel. Ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen. Die Diskoatmosphäre bestand darin, dass am Anfang und am Ende des Tunnels ein Auto stand die ihre Boxen bis zum Anschlag aufgedreht hatten. LOL Aus dem Tunnel ging es steil Berghoch und meine Frau konnte das Tempo nicht mehr mithalten. So beschloss ich langsamer zu werden. Jetzt eine 6Min/Km Zeit und 4 Stunden wären immer noch drin. Also langsam angehen. |
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Nach ca. Km 29 sagte ich zu meiner Frau ich kann ihr Tempo nicht mehr halten. Da sie dachte ich will sie verarschen, lief sie mir einige Meter weg. Ich war platt, fertig, am Ende. Die nächste Getränkestelle hineingelaufen, gegangen, gestanden und alles getrunken was sie dort anboten. Dann aus der Getränkestelle herausgelaufen. Das ganze die letzten 12 Km so praktiziert. Ich war noch nie so fertig wie an diesem Abend. Leider waren die letzten 5 km nur gerade aus auf einer befahrenen Straße, so das man nicht wirklich sich an irgendwas erfreuen konnte. In meiner schlechten Verfassung gelang es mir auch noch, einige Halbmarathonies zu überholen, was aber zu keinem Motivationsschub führte. Die letzten 2 km ging es noch mal Bergauf und dann diese blöde Kehre. Mir war schlecht und ich mochte nicht mehr, aber irgendwie lief ich und lief und lief bis ins Ziel - Hand in Hand mit meiner Frau. MAN, war das HART. |
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Es gab für Marathonies andere Plaketten als für Halbmarathonies, was wir sehr schön fanden. Schnell sind wir in unsere Pension zum Duschen und dann wieder zum Markt, wo immer noch einige Läufer ankamen. Hier genoss ich noch eine Massage, um dann müde ins Bett zu fallen. Mir ging es wieder gut, aber der Marathon hat Spuren hinterlassen. Ich muss meinen Lauf besser kontrollieren und immer im Griff haben – so etwas passiert mir so schnell nicht wieder.
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Man, bin ich fertig! |
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| Das waren 12 Km Erfahrung, die ich nicht vergessen werde. Trotzdem war es super und hat im Großen und Ganzen Spaß gemacht. |