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4. O-L-M  25.08.2007

Top -Ten in Bissendorf

 

So gegen Mittag haben wir uns, meine Frau und ich, aufgemacht zum Osnabrücker  Land Marathon – kurz OLM.

Meine Frau ist leider krank und so machte sie Fotos und ich den Läufer.

Da wir sehr früh dran waren, nahmen wir uns was zu lesen mit…was wir allerdings nicht brauchten, da ruckzuck Startbeginn war.

Die Adresse ins Navi eingegeben und los ging es. Bei ca. 140 km Autofahrt, waren wir schnell da..

Zu unserer Verwunderung wurde es immer wärmer und die Wolken immer weniger. Sollte es warm werden? Im Notfall hatte ich drei verschiedene Laufhemden mit, auch ein Singlet für ganz warme Läufe. Habe ich es geahnt? :D

In Bissendorf angekommen, gleich einen Parkplatz in der Nähe des Start/Zielbereichs gesucht und gefunden. So etwa 200m vom Start geparkt, was will man mehr.

Man spürte gleich das gemütliche, familiäre Flair dieser Veranstaltung und … die Sonne spürte man auch. Es wurde immer wärmer. Alle waren noch dabei ihre Stände oder die Zeituhr am Start aufzubauen. Ich holte erst einmal meine Startnummer ab. Die 119 drückte man mir in die Hand. Das war’s. 

 

 

 

Meine Startnummer 119

Die "Sportfotografin" bei der Pause.

Ich bin bereit.

 

Ein Laufshirt konnte man für 20 € kaufen. Weil es sich um ein qualitativ sehr gutes Shirt handelte, kaufte ich mir auch gleich eins.

Ich mag solche kleinen familiären Veranstaltungen und bestellte mir erstmal einen Pott Kaffee und setzte mich dann draußen in den Schatten. Alles war billig hier.

Hier gab es selbstgebackenen Kuchen und Torte…alles sehr lecker, es gefiel mir hier. Die Zeit verging wie in Fluge. 

Hier erkannte mich auch Rehers, HaWe von Bildern auf meiner Homepage. Er und sein Lauffreund Junker, Gerd wollten den Marathon laufen. Beide sind sehr nett und auch ganz schön verrückt. Wir unterhielten uns ein wenig und es stellte sich heraus:  Sie sind verrückt, aber lustige Gesellen. :D

Ich mag solche Bekanntschaften, da das einen Marathon auch aus macht.

 

Das neue Laufshirt.

 

HaWe Rehers beim Start (04:51) Glückwunsch!

 

Nur noch wenige Minuten...

 

 

 

Nervosität, wie immer bei solchen Veranstaltungen.

 

Ich habe so etwas aber nicht. :)

 

Die Marathonis starteten um 15.30 Uhr und die Halbmarathonis im 16.30 Uhr.

16.25 Uhr, der Start rückte immer näher. Meine Frau suchte sich einen schönen Platz zum Fotografieren. Temperatur so um 26-28 Grad. Es war warm.

16.30 Uhr Stoppuhr gestartet und los ging es. Der Mund war trocken, obwohl man mehr als genug getrunken hatte. Gleich eine lange gerade mit ein wenig Steigung. Mein Zeitziel sollte so um 1:50 Std. liegen. Ich war gut unterwegs, die Sonne brannte vom Himmel

und der Schweiß floss in strömen.

 

START

 

 

Hechel, hechel...

 

...und lachen...

...und weiter laufen.

Verpflegung bei ca. 14,5 km. (die 1. Runde)

Die Marathonis HaWe und Gerd, (Team 111) hatten Spaß.

Gerd, laufen und nicht flachsen. ;D (05:08 Glückwunsch!)

 

Mein "Laufpartner" war hier mal wieder vorne.

 

Nach einer Rechtskurve ging es steil bergab. Ich mag solche bergigen Läufe eigentlich nicht, aber hier war es landschaftlich sehr schön. Ich war ein wenig zu schnell und nahm ein wenig Geschwindigkeit raus. Bei km 3 oder 4 unterhielt ich mich mit einem Läufer, der den HM in einer Zeit von 1:40 laufen wollte. Er/wir lagen noch in der Zielzeit. Ich beschloss, den Läufer (344) zu begleiten. Die meiste Zeit erzählte ich, weil er sehr schwer atmete. War es zu schnell für ihn? Ich denke nicht, dass er sein Zeitziel schaffen wird – was dann auch so kam. So flogen die km dahin. Es wurde bergiger und leider war es auch sehr windig. Was für ein Phänomen. Egal wie man läuft, immer Wind von vorne. Da ich aber Wind gewohnt bin, Sonne mir auch nicht soviel ausmacht, genoss ich den Lauf. Leider bekam ich ab km 12 leichte Magenprobleme, die ich aber zu ignorieren versuchte. Ab km 14 überholte ich nur noch. Ich hatte noch Kraft und der Lauf war richtig schön. Mein „Lauffreund“ übernahm manchmal die Führung, dann war ich wieder schneller. Ein kleiner Wettkampf brach aus. :D

Bei ca. 15 km in Bissendorf stand meine Frau und machte „Sportfotos“. Während ich bei ihr vorbei lief machte ich ein kleines Tänzchen. Es ging mir sehr gut und ich hatte kein Problem mit Berge, Wind und Sonne.

 

 

Mein Tanz - links

 

 

...und rechts...

 

...und links...

...und weg bin ich.

 

Bei 15,5 km für mich, bei den Marathonis 20,5 km schrien 2 Läufer schon von weitem: EMILLLLLL…

Erst wusste ich gar nicht wer das ist, als ich HaWe und Gerd erkannte.  Das war eine lustige Geschichte – wir klatschten uns ab und wünschten uns einen guten Lauf – so was macht Spaß. :D

 

 

Die letzten km hatten noch eine starke Steigung, aber sonst nichts mehr Besonderes auf Lager. Mein Laufbegleiter ließ nicht locker und wir schenkten uns nichts. Als wir in Bissendorf wieder reinliefen wusste ich, dass der letzte km ein wenig bergauf ging und versuchte meine Kraft einzuteilen.  Die letzten eineinhalb Kilometer vor dem Ziel zog ich das Tempo noch mal an. Ich hatte Kraft und mein „Lauffreund“ entkam ein: „Du Schwein“. Er konnte meine Geschwindigkeit nicht mehr mithalten und fiel ab. Wir hatten beide ein tolles Rennen gemacht, was ich ihm auch im Zielbereich sagte.

Mit 1:48 Std. flog ich glücklich über die Ziellinie. Es war ein schönes Rennen. Vielleicht war es einigen ein wenig zu warm und zu windig…ich fand es eine schöne Herausforderung, die ich genoss.

 

500m vor dem Ziel.

 

Sabine wartet schon.

 

 

Zieleinlauf

 

Es war klasse.

Ich kann auch lachen ;D

 

1:48 und ich könnte noch eine Runde.

 

 

Lecker...

 

Zielfoto

 

Ich habe FERTIG

 

 

Durst....

Es war sehr schön hier.

 

Die Medaille.

 

 

 

Der einzige Kritikpunkt den ich anmerken möchte, war die Verpflegung. Alle 5 km Verflegungsstellen, einige hatten die Becher noch nicht mit Wasser gefüllt oder wurden nicht angereicht, so dass man erst einmal suchen musste wo das Wasser stand. Aber dafür ist es ja auch ein familiärer Landmarathon, und so was passiert dann auch schon mal.

Ich denke, dass ich nächstes Jahr hier wieder laufen werde. Es hat mir gut gefallen und sonst passte es auch.

Ach ja, Zuschauer darf man hier nicht so viel erwarten. Einige Zuschauernester von 5-8 Menschen bei den wenigen Verpflegungsstellen – das war es dann auch. Allerdings ist das ein Landschaftslauf und hier braucht man keine oder nur wenige Zuschauer. Ich fand es genau richtig. Der Trubel war ja auch im Start/Zielbereich und dort reicht das. ;D

Im Ziel entdeckte ich den Erdinger-Alkoholfrei-Stand und gönnte mir gleich erstmal drei schöne, kalte Biere. Immer wieder gut, nach getaner Arbeit/Spaß. :D

 

 

 

 

Sabine + Emil                                                                                    

August, 2007

 

 Viel Glück wünsch ich noch HaWe und Gerd (Team 111) bei eurem alpinen Ultralauf. Kommt gesund an.