5. Lohner Marathon "Rund um den Motorpark"

Termin: Samstag, 28. März 2009

Ort: Motorpark Lohne, Abfahrt Lohne / Dinklage (A1, Ausfahrt 65)

Veranstalter: LT Waldschleicher Lohne

Lohne Marathon (Rund um den Motorpark) 2009

Weil ich lange krank war und dadurch auch Bad Salzuflen ausfallen lassen musste, wollte ich unbedingt in Lohne laufen. Leider waren meine Trainingsläufe nicht gerade sehr gut gelaufen, so dass ich mit dem Gedanken gespielt habe, doch abzusagen.

Samstag, 28.3.2009
Der Wecker klingelt um 5:45 Uhr. Es wird Zeit sich auf den Weg nach Lohne zu machen. Gefrühstückt wird im Auto. Es ist kalt, so um die 3 Grad und es regnet. Nun, wir haben ja noch ein paar Stunden bis zum Start, also machten wir uns auf den Weg.

Nach ca. 2 Stunden Fahrt auf sehr ruhigen Straßen erreichten wir den Motorpark in Lohne. Es schüttet und wir überlegen uns, gleich wieder nach Hause zu fahren.
Es ist so gegen 8:00 Uhr als wir uns doch auf den Weg machten, die Startunterlagen abzuholen. Laufen müssen wir heute eh, denn der Hamburg Marathon ist auch nicht mehr weit weg und mein Trainingsdefizit darf nicht größer werden. Also was soll es, Augen zu und durch. 

Wir waren mit die Ersten vor Ort, und alle schauten ein wenig skeptisch angesichts des Wetters drein. Die Startunterlagen hatten wir in wenigen Minuten in der Hand.
Sabine bekam für ihren Dreiviertelmarathon die Nummer 445 und ich für meinen Marathon die 538. Da ich um 10.00 Uhr starte und Sabine erst um 12.00 Uhr, hatte sie noch ganz viel Zeit sich umzuziehen. Mittlerweile hatten wir 4 Grad, Wind und Regen
als ich mich am Auto umzog. Da war ich das erste Mal durchgefroren. Wir beschlossen noch mal in den Motorpark (Autobahnraststätte) zu gehen, um uns aufzuwärmen. Dort trafen wir dann auch Michael Weber http://www.worldrunner.de , den ich gleich von HaWe grüßte.
Viele Club100 Marathonis liefen mittlerweile hier rum und tratschten von ihren Läufen.
Kurz vor dem Start hatte Petrus mit uns ein einsehen. Es hörte auf zu regnen. Am Himmel allerdings waren noch genug Regenwolken. Es wird nicht trocken bleiben.

Pünktlich um 10.00 Uhr dann der Start der Marathonis. Ich nahm mir gleich vor, langsam zu laufen, was mir leider auf den ersten 3 km nicht gelang.
Die ersten 100 m waren noch Asphalt, bis wir dann nach links auf eine Wiese einbogen. Nach der 3. Runde war hier eigentlich nur noch Matsch. Nach einigen 100 Metern kamen wir dann auf einen Asphaltweg. Bei ca. 1,5 km kam der Verpflegungsknoten.
Hier waren alle 3 Verpflegungstände aufgebaut. Wie ich finde optimal gelegen. Der 2. Verpflegungspunkt bei ca. 5,3 km und der 3. bei ca. 8,3 km - alle hier beim Wegekreuz vereint und für uns Läufer gute Streckenabschnitte. Als Marathoni mussten wir 4 Runden laufen und so hatte ich mir die Strecke mit den Verpflegungspunkten eingeteilt.  Im Übrigen freute ich mich immer auf die leckeren Kekse, ich denke da habe ich ein paar mehr gegessen, als ich eigentlich wollte. *grins*
Die Strecke war überwiegend asphaltiert, nur einzelne Stücke waren Feldwege und somit matschig.
Weil ich nicht richtig fit war, versuchte ich meinen Lauf ständig zu kontrollieren. Alle 5 Min. schaute ich auf die Uhr: Bin ich zu schnell? Es  fing  leider auch wieder an zu regnen. Durch den heftigen Wind wurde es richtig kalt.

So flog die erste Runde dahin und nach der dritten Verpflegungsstation, bei ca. 8,5 km, traf ich Michael Weber, der fleißig am Fotografieren war. Er erzählte, dass auch er Trainingsrückstand hat und deswegen nicht zu schnell laufen wollte.  Als wir die erste Runde durchs Ziel liefen, machte meine Frau auch gleich noch ein paar Fotos, sie hatte zu ihrem Start ja noch ca. eine Stunde Zeit. Weiter ging es auf die zweite Runde.

Ich wurde wunderbar von Michael Weber in dieser Runde unterhalten. Normalerweise habe ich viel zu erzählen, aber diesmal hörte ich meistens nur zu. Danke für die klasse Unterhaltung über deine Läufe und Zahnarztprobleme. Bei so einem interessanten Laufpartner flog die 2. Runde nur so dahin, was mich wirklich freute.
Das Wetter war weiterhin schlecht, so dass mir manchmal die Finger klamm wurden.
In der 3. Runde hielt ich mich ein wenig länger in den Verpflegungsstationen auf, so dass ich die dritte Runde alleine lief. Ich freute mich immer auf die Verpflegungsstationen. Über einen warmen Tee und leckere Kekse.  Bei km 30 wartete ich auf meinen Einbruch. Es konnte eigentlich nicht mehr lange dauern…

 

Und schon war ich auf der vierten Runde, von einem Einbruch keine Spur, was ich sehr merkwürdig fand. Dann halt später, war meine Meinung.
Bei km 34 überholte ich sogar einige Marathonis, von einem Einbruch immer noch keine Spur. Mir ging es richtig gut und meine Kraft war voll da. Jetzt noch besseres Wetter, aber man kann nicht alles haben.
Auf den letzten 3 km habe ich dann noch den einen oder anderen Marathoni eingeholt. Der eine meinte noch: „Du hast ja noch Kraft“. Ja, hatte ich, aber woher … keine Ahnung.

Zieleinlauf

Als ich ins Ziel lief war ich richtig froh, den Marathon ohne größere Schwierigkeiten erfolgreich gelaufen zu haben. Meine Zeit war  4:22 Std. Ich konnte es gar nicht glauben, so gut über die Runden gekommen zu sein. Im Ziel gab es dann auch gleich eine Medaille und warmen Tee mit Kuchen.
Ich wartete noch ein wenig, um M. Weber zu beglückwünschen, allerdings habe ich ihn nicht mehr gesehen. Wir müssen uns irgendwie verpasst haben, schade.
Da es mittlerweile sehr kalt war, ging ich zum Auto und zog mir trockene Sachen an. Dann sofort wieder zum Start, um meine Frau zu beklatschen. Mit 2:54 Std. kam sie dann auch ins Ziel.

Alles in allem war das ein toller Marathon, den man gerne weiter empfehlen kann.
Die Verpflegung war super. Es gab Wasser, Cola und Tee, dazu Bananen, Äpfel und „meine“ leckeren Kekse. Die Strecke ist abwechslungsreich und flach, bis auf eine Autobahnbrücke. Vielen Dank an die Streckenposten, die immer geklatscht haben, obwohl auch sie im Regen standen. Danke auch an die netten Damen in den Verpflegungsständen, für die tolle Versorgung.
Mein Fazit lautet ganz einfach: ICH KOMME WIEDER :)

                            

Ich habe fertig
Emil, 31.3.09

 

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