Löningen – Das Sommerabend-Lauffest am 27. Juni 2009
Emils 19. Marathon – der 2. in Löningen
Mein 3. Marathon – der 1. in Löningen, mein 1. zwei-Runden-Marathon
Wir sind wie immer früh losgefahren und wurden nur durch einen Stau bei Bremen aufgehalten. In Löningen wurden wir dann wie immer empfangen: Es war warm und drückend. Wir sind dann gleich zum Meldebüro gegangen und haben unsere Startunterlagen abgeholt. Es gab wieder ein Funktionsshirt. Dieses Mal in einem leuchtenden grün. Echt cool. Wir haben uns dann noch etwas umgesehen – die kleine Messe war noch im Aufbau – und sind dann zum Hotel gefahren. Beim Einchecken haben wir schon erfahren, dass die im Haus wohnenden Ungarn gekommen sind, um zu siegen. Wir haben dann erst einmal ausgiebig die Broschüre und die Zeitung über das Sommerabend-Lauffest studiert.
Erst einmal die Startnummer holen.
Hier sind wir richtig^^
Startnummer 95
Startnummer 96
Ein schönes grünes Funktionsshirt
Dann kann es ja losgehen...
Wenn wir hier schon mal wären :)
Dann ging es daran, Vorbereitungen für den Lauf zu treffen. Vom Hotelzimmer aus konnten wir schon die Sambatrommeln hören. Eine ¾-Stunde vor dem Start sind wir dann Richtung Start losgezogen und haben zugesehen, wie die 10-km-Läufer gestartet sind. Es war immer noch warm und sehr stickig. Ich war etwas nervös. Ich kenne die Halbmarathonstrecke und konnte mir nicht recht vorstellen, diese Runde zwei Mal zu laufen. Dann endlich ging es los.
Es geht los...
Ich bin bereit...
...ich auch...
Noch 15 Min. bis zum Startschuss
Schöne Stimmung vor dem Start.
Spaß haben...
Gleich geht es los...
Die letzten Gedanken vor dem Start...
Wie wird es heute laufen? Geht es gut?
Jetzt ein kühles alkoholfreies Bier?
...oder vielleicht doch zwei alkoholfreie Erdinger. xD
Mit den Klängen von Sambatrommeln wurden wir auf die Strecke geschickt. Nach dem ersten Berg nach dem Start, der kurzen Strecke durch die Stadt und dem Eintritt in den Werwer Fuhrenkamp, war ich schon gebadet. Der Schweiß lief in Strömen. Emil hat flott angefangen und so haben wir gleich bei der ersten Verpflegungsstelle kurz nach dem Start einen Schluck Wasser (Pi-Pi-Warm) zu uns genommen. Hier im Wald herrschte noch richtiges Gedränge. Emil sagte nur, warte die zweite Runde ab, dann wird es viel schöner. Dann waren wir auch schon in Werwe. Man es lief nicht gerade locker. Wir waren schnell und meine Beine signalisierten das auch. Emil hat dann etwas Tempo rausgenommen. Aber wir waren für meine Begriffe immer noch schnell. In Evenkamp war dann das erste Mal Streckenfest angesagt. Hier hatte ich das erste Mal Gänsehaut. Es gab lecker zu Trinken und Bananen und Äpfel. Weiter geht es über die Hasede und rein nach Ehren. Hier war das nächste Streckenfest. Und jetzt war schon klar, dieses Jahr waren mehr Zuschauer dabei, als die Vorjahre. Man wurde immer wieder angefeuert und beklatscht. Toll. Ein Kilometer später ging es dann „auf die Straße“. Gemeint ist der Streckenabschnitt zwischen Kilometer 9 und 13. Aus den Vorjahren ist diese Strecke als seeehhhr laaang und nicht so schön in Erinnerung geblieben. Emil mag diesen Streckenabschnitt gar nicht. Ich finde den später folgenden Streckenabschnitt zwischen km 14,5 und 16,5 viel schlimmer. Da kann man auf der anderen Seite der Hasede die Läufer schon auf dem Rückweg sehen. So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen. Die Straße war schon seeehhhr laaang. Hier habe ich mich gefühlt, als ob ich schon auf der zweiten Runde bin. Na toll. Mittendrin war dann ja auch wieder Streckenfest angesagt. Und: wieder Gänesehaut. Endlich war die Straße geschafft und jetzt kam ein Streckenabschnitt, der mir gar nicht in Erinnerung geblieben ist. 3 Mal bin ich hier schon gewesen, aber irgendwie war das heute alles neu. In diesem Ort war ich noch nie. Schon waren wir bei km 14,5 und auf dem Abschnitt, der mir seeehhhr laaaang in Erinnerung gebieben ist. Aber heute war das anders. Irgendwie ging das ruck zuck und wir waren bei km 16,5. Streckenfest und Verpflegung. Und wieder viele Zuschauer, die uns angefeuert haben. Jetzt ging alles sehr schnell. Die Hasede wurde wieder überquert – mit Streckenfest und Moderation und vielen Zuschauern und Gänsehaut -. Die 2,5 km an der Hasede entlang waren auch gefühlt schnell gelaufen. Schon sind wir wieder in Löningen eingebogen.
Das war die erste Runde. Ich war schon etwas Müde, hab aber auf Emils immer wieder geäußerte Meinung: „Die zweite Runde wird viel schöner.“ gehofft. Die erste Runde hat auf jeden Fall schon einmal gezeigt: Die Verpflegung ist echt super. Es wurde alles geboten, was man bei einem Marathon braucht. Wasser, Iso, Cola, Bananen, Äpfel. Der Abstand der Verpflegungsstellen war optimal und die Verpflegung selbst sehr gut. Die Helfer haben richtig mitgemacht und uns ordentlich angefeuert. Es waren viele Zuschauer an der Strecke, die geklatscht und uns angefeuert haben. Emil hatte Probleme mit dem Magen – oder besser seinem Bauch. Ihm ging es nicht so gut. Ich war gespannt auf die 2. Runde.
Kurz vor Löningen auf der ersten Runde...
Warm, schwül und ...
anstrengend.
Denn die sollte ja viel besser werden als die erste. In Löningen sind wir dann geradeaus auf die Halbmarathon-Marke zugelaufen. Die haben wir bei 1:55 Std. passiert. Hier waren wir schneller, als letztes Jahr in Löningen.
Und schwupps auf der zweiten Runde ging es mir gleich besser. Es waren nicht mehr so viele Läufer auf der Strecke. Jetzt konnte man alles viel mehr genießen. Unglaublich. Während es mir immer besser ging, ging es Emil immer schlechter. Ihm ging die Kraft aus. Der Fuß zickte, der Bauch zickte. Gar nicht schön.
Super Stimmung...
Die Getränkestellen waren klasse.
Spaß haben... xD
Kurz hinter Ehren hat Gerd uns dann eingeholt. Wir sind eine Weile zusammen gelaufen und haben uns einiges erzählt. Er ist dann aber doch zu schnell für uns gewesen. Er wollte für sein Ziel-60-Marathon-Projekt eine Zeit kurz unter oder um 4 Std. laufen und hat sich dann abgesetzt. Bei km 30 waren wir noch bei einer Zeit von ca. 2:48 Std. Auf dem ungeliebten Straßenabschnitt habe ich dann Fotos gemacht. Ein netter Marathoni hat dann gleich von uns beiden Fotos gemacht. Echt nett.
Was fällt mir das heute schwer...
Schnell, schneller...Sabine *grins*
Danke an den Marathoni für das Foto bei km 32.
Dann ging es mit Emil richtig bergab. Ihm ging die Kraft aus und er konnte nichts mehr entgegensetzen. Das richtige Leiden nahm seinen Lauf. Und wieder einmal hat der Löningen-Fluch bei Emil zugeschlagen. In Löningen ist für Emil noch kein Lauf ohne Probleme verlaufen. Und so sollte es dieses Mal wieder sein. Die Kilometer zogen sich hin wie Leder. Wir konnten die ersten Ausfälle von Läufern beobachten, die medizinisch versorgt werden mussten. Emil hat mir auch Sorgen gemacht. Ich weiß nicht wie er das macht, aber er lässt sich nicht klein kriegen und läuft, und läuft, und läuft. In den Verpflegungsständen, die auch in der zweiten Runde noch alles zu bieten hatten, haben wir uns dann etwas länger aufgehalten. Und irgendwie haben wir – speziell Emil – es geschafft, in Löningen einzulaufen.
Es wurde "hart" für mich.
^
Kleine Helferinnen, die uns klasse versorgten. :)
Schön hier
Eine Cola bitte^^
Spaß haben :)
Nur noch 4 km
Es geht mir nicht gut.
Mir geht es gut. :)
Endlich das ZIEL, geschafft. ;)
Ohne Worte...die Gesichter sagen alles.
Für sein Ziel-60-Marathon-Projekt hatte Emil die Zeit von 4:15 Std. bisher nicht gelaufen. In Löningen kurz vor der letzten Kurve vor dem Zieleinlauf haben wir uns dann etwas Zeit gelassen, um dann Punktgenau bei 4:15 Std. die Ziellinie zu überqueren. Ich finde die Zeit echt irre, wenn man bedenkt, wie schlecht es Emil ging.
Er hat sich dann aber im Zielbereich schnell wieder erholt. Dann sind wir erst einmal ins Hotel gegangen – duschen.
Fertig
Das war hart!
Es war trotzdem schön.
Wir haben fertig. Eine schöne neue Medaille gab es auch.
Endlich mein Bier. xD
Jetzt war Zeit für die große Marathon-Night-Party auf dem Marktplatz. Als erstes haben wir uns erst einmal ein Eis gegönnt und dabei noch einlaufende Marathonis gesehen. Auf den aushängenden Listen haben wir dann gesehen, dass ich 2. – und letzte – meiner Altersklasse geworden bin. Hier auf dem Marktplatz war es richtig voll. Da war ordentlich was los. Die Siegerehrung für die Marathonis hatte eine halbe Stunde Verspätung. So haben wir sie doch noch miterleben dürfen. Vorher wurde aber ein großer Dank und großes Lob an das Orga-Team ausgesprochen. Dem kann ich mich nur anschließen. Der Marathon in Löningen ist unbedingt weiterzuempfehlen. Da stimmt einfach alles. Das Orga-Team hatte auch für die vielen Helfer eine Überraschung. Ein Sponsor hat ein Feuerwerk gespendet. Dazu wurde dann Conquest of Paradise von Vangelis gespielt. Das war echt cool. Und da war sie wieder: Die Gänsehaut. Das ist kaum zu toppen. Und jetzt: Siegerehrung. Die in unserem Hotel wohnenden Ungarn haben doch tatsächlich den Sieg eingefahren. Dann wurden noch die Altersklassen-Sieger geehrt und auf die Bühne gerufen. Die Zweit- und Drittplatzierten wurden auch mit Namen und Zielzeit aufgerufen. Weil ich ja 2. in meiner Altersklasse war, wurde ich auch genannt. Cool. Als Zweitplatzierte habe ich dann im Veranstaltungszelt eine Urkunde und ein mit Remmers-Hasetal-Marathon besticktes Badelaken bekommen. Nach dem Halbmarathon beim Haseder-Feldmarklauf, war das das zweite Mal, dass ich bei einer Siegerehrung geehrt wude! Diese seltenen Augenblicke genieße ich richtig.
Mein "kleines" Eis.
Siegerehrung
Ich wurde in meiner AK Zweite^^
Der 2. Platz: Ein schönes großes Handtuch.
Und wieder (wie letztes Jahr) hat dieser Lauf zwei verschiedene Geschichten geschrieben.
Das war das Sommerabend-Lauffest in Löningen.
Wir werden wohl nächstes Jahr wieder kommen. Weil: Einmal muss es auch für Emil durch und durch ein Vergnügen werden.