Magdeburg-Marathon

Erlebnismarathon "Zwischen Dom und Blauem Kreuz"

 

Magdeburg Marathon oder

wenn das Laufen Spaß macht…

 

 

 

 

Jetzt wird die Startnummer geholt...

 

20.10.2007 Mit dem Auto 130 km nach Magdeburg gefahren und gleich ins Hotel eingecheckt. Dann schnell zur Marathonmesse gefahren und Startunterlagen geholt. Meine Startnummer war 267.  Naja, Marathonmesse kann man das eigentlich nicht nennen, aber gemütlich war es schon. Da wir ja Zeit hatten, nahmen wir die Pastaparty gleich mit, erkundigten uns wo der Start ist und natürlich das Ziel. Es wurde merklich kälter und ich versuchte bei den drei Ständen, noch einen Laufpullover zu ergattern. Ich fand einen von TAO, war mir aber nicht sicher, ob der gut ist…er war es. :D

 

 

 

...und gleich gefunden...

Ein sehr schönes Finisher-Shirt gab es dazu.

 

Hier lauf ich ein...das Ziel.

Jetzt noch zur Nudelparty und einen Laufpullover gekauft.

Die kleine Messe.

Sabine würde auch gerne laufen...

 

 

Meine Startnummer 267

Was mich ein wenig störte, war der Start. Es sollten alle zur gleichen Zeit starten. Ob nun 13 km, 21,097 km, 42,195 km Läufer oder gar Walker. Die allerdings sollten sich ganz hinten anstellen. Die schlechten Erfahrungen vor zwei Wochen in Köln beruhigten mich eher NICHT.

Der Lauf kann beginnen..ich habe FERTIG

 

 

21.10.2007 6.15 Uhr ging der Wecker. 07.00 Uhr Frühstück und ab mit dem Auto zum Start. Eigentlich dachte ich über eine Stunde vorher, wäre früh genug…leider nein…wir waren wohl mit die Letzten. Allerdings gibt es dort überall Parkplätze, so dass das Parken kein Problem war. Irgendwie herrschte hier eine familiäre Stimmung. Es war schön. Am Start hatten sie Zeitschilder aufgestellt und ich reihte mich beim Startschild 6 min/km ganz vorne ein. Ich wollte es ruhig angehen und genießen.

 

Herr Bauer wollte seinen ersten Halbmarathon laufen. Er schaffte es in einer Zeit von 2:24:58 Glückwunsch.

Ich habe ihn die ersten 4 Km begleitet.

 

 

Wie immer vor dem Start - Wo steh ich hier wohl an?. :D

 

 

 

 

Jetzt geht es los - nur noch 20 Min. bis zum Start.

 

Der Start...

 

Wer von uns beiden ist wohl nervös? - ich war es nicht. ;D

Gleich nach dem Start ging es in eine Rechtskurve auf eine der Hauptstraßen von Magdeburg über die Friedensbrücke, die uns über die Alte Elbe führte. Dann geht unser Weg über die Jerusalembrücke und über die Elbe in die Altstadt. An dieser zweiten Brücke wartete auch schon Sabine mit ihren Fotoapparat. Kurz gelächelt und weiter gelaufen.

 

 

Es geht los...

grüne Schilder Halbmarathonis, blaue Schilder Marathonis...

 

Danach ein kurzer Ausflug über den Alten Markt, am „Hundertwasserhaus“ vorbei, zum Wahrzeichen der Stadt dem Dom. Dann über Hegelstraße und Sternbrücke durch den Rothehornpark zum Werder, wo erneut die nördliche Elbebrücke überquert wurde. Die Runde durch die Stadt ist jetzt beendet. Hier bei ca. km 10 schoss Sabine noch einige Fotos. Ich hielt kurz an, sagte dass es mir gut geht und trabte dann langsam weiter.

 

ca. die ersten 10 Km sind geschafft...

...mit dieser jungen Dame lief ich ca. 6 Km, leider verloren wir uns dann aus den Augen - Schade.

 

Was geht es mir gut - SCHÖN

 

Hier wird entlang des Elbe-Fahrrad-Wanderweges, zunächst hinter dem Gelände des Elbauenparks gelaufen. Dort trennen sich die 13 km Strecke und die längeren Läufe.
Während die 13 km Läufer über das Gelände des Elbauenparks nun dem Ziel entgegen streben, sind die Halb- und Marathonläufer auf dem Weg zum Herrenkrug, einer weiteren großen Parkanlage dieser Stadt. Nach ca. 15,5 km trennte sich wieder das Teilnehmerfeld. Die Halbmarathonis bogen rechts ab Richtung Ziel. Jetzt wird unser Feld sehr übersichtlich. Die Stimmung ist schön. Wir sind unter uns.
;D


Die Marathonis, also auch ich, müssen jetzt den Elbe Radweg, an Gerwisch, Lostau und Hohenwarte vorbei zum Wasserstraßenkreuz laufen, auf deren Trogbrücke die Elbe zwei Mal überlaufen werden muss, bevor es auf den Rückweg geht. Allerdings war das noch ein ganzes Stück dorthin zu laufen.

Die Temperaturen wurden hier draußen ganz schön kalt. Der Wind nahm zu und wir hatten natürlich Gegenwind. Bei Kilometer 18 an einer Verpflegungsstelle wird jeder über Lautsprecher begrüßt. Der Verein Blau-Weiß Gerwisch hat die Versorgung übernommen. Wasser, Iso, Tee, Bananen, Malzbier. Es geht mir gut und die Freundlichkeit der Helfer fällt schon auf. Es macht Spaß. Ich verabschiede mich mit den Worten: Bis gleich. An einer Kleingartenanlage winkt uns eine Helferin auf den Weinbergweg. Jeder Läufer wird von ihr motiviert. Hier ist also der Weinberg. Der Weg wird schmal. Es geht bergan (ca.  5 % Steigung ), da freut sich der Bergläufer. Nahe dem höchsten Punkt des Weinberges ist Halbzeit. Dann geht es unter der Autobahn 2, der Verbindung zwischen Hannover und Berlin, hindurch.

Dann sehe ich das Wasserstraßenkreuz vor mir. Es verbindet Elbe, Mittellandkanal und den Elbe-Havel-Kanal. Markant ist hier die Trogbrücke, über die die Schiffe auf dem Mittellandkanal die Elbe überqueren können. Wir laufen unter der Trogbrücke hindurch und biegen dann nach rechts ab. An den Brückenrampen geht es steil bergan. Kein Fahrstuhl? Leider nicht…
Oben angekommen renne ich über die Trogbrücke. Ca. einen Kilometer geradeaus. Hier sieht man, dass sich das Feld schon weit auseinander gezogen hat. An der Westseite geht es von der Brücke die Rampe wieder hinunter und durch einen beleuchteten Straßentunnel an der Südseite wieder hoch. Hier überläuft man auch eine Kontrollmatte.
Bei km 26 wieder ein Verpflegunspunkt. Genau am Ende der Wasserkreuzrampe. Was höre ich da? Eine Kapelle spielt bayerische Musik. Ich musste schon ein wenig lachen. Volksfeststimmung hier - schön.

Ich verlasse das Wasserkreuz und mache mich auf den Heimweg (Ziel). Hier auf dem Rückweg brauchen wir nicht wieder auf den Weinberg, nein es geht unten lang. Auf der windanfälligen Strecke kommt jetzt der Wind größtenteils von hinten. Ja, es macht Spaß. Ich warte immer noch auf meinen Einbruch. So wie es aussieht, habe ich Köln wohl doch ganz gut weggesteckt.
Bei km 37 kommen wir wieder in das Magdeburger Stadtgebiet. Kurz danach verlassen wir den Elbuferweg nach links. Bei km 40 kommt die letzte Verpflegungsstelle. Ich denke so, brauchen tu ich jetzt nichts mehr. Es geht mir richtig gut, aber wenn ich schon mal hier bin, kann ich auch einen Tee trinken. Gesagt – getan, und weiter geht es. Ich fühle mich gut und es macht Spaß.  Rechts sehe ich den 60 m hohen Jahrtausendturm.


Danach noch über eine Brücke, dann an der Seebühne vorbei und nach zwei weiteren Rechtskurven befinde ich mich im Zielkanal. Ich sehe Sabine, die ihre Kamera arbeiten lässt. :D

 

 

Noch ca. 400 m (in der Mitte bin ich) zum Ziel.

Im Zielkanal.

Ich freu mich. Es geht mir gut.

Alles Ok

Ich reiße meine Arme nach oben, oh Mann, war das schön. Noch 50 m zum Ziel, die ich genieße. Einige Cheerleader Girls erwarten mich jubelnd im überdachten Zielbereich. Ja, so sollte ein Zieleinlauf sein. Magdeburg war klasse. Ich komme auf jeden Fall wieder. Alle Teilnehmer waren voll des Lobes über die tolle Organisation und über die begeisterten Zuschauer an der Strecke.

 

Die letzten Meter...

Das war Magdeburg...

Im Zielbereich.

Hunger...

 

Eine schöne Medaille

 

Malzbier - nicht jedermanns Sache.

 

 

 

Es ist kalt geworden.

Ich komme auf jeden Fall wieder. Alle Teilnehmer waren voll des Lobes über die tolle Organisation und über die begeisterten Zuschauer an der Strecke.
Der Magdeburg Marathon war ein schönes Erlebnis und ließ Köln vergessen.
Was sagt der Veranstalter: „Das Event ist ein Lauf vom Läufer für Läufer“ – Er hat recht – Danke.

Emil