Hier wird entlang des Elbe-Fahrrad-Wanderweges, zunächst hinter dem Gelände des Elbauenparks gelaufen. Dort trennen sich die 13 km Strecke und die längeren Läufe.
Während die 13 km Läufer über das Gelände des Elbauenparks nun dem Ziel entgegen streben, sind die Halb- und Marathonläufer auf dem Weg zum Herrenkrug, einer weiteren großen Parkanlage dieser Stadt. Nach ca. 15,5 km trennte sich wieder das Teilnehmerfeld. Die Halbmarathonis bogen rechts ab Richtung Ziel. Jetzt wird unser Feld sehr übersichtlich. Die Stimmung ist schön. Wir sind unter uns. ;D
Die Marathonis, also auch ich, müssen jetzt den Elbe Radweg, an Gerwisch, Lostau und Hohenwarte vorbei zum Wasserstraßenkreuz laufen, auf deren Trogbrücke die Elbe zwei Mal überlaufen werden muss, bevor es auf den Rückweg geht. Allerdings war das noch ein ganzes Stück dorthin zu laufen.
Die Temperaturen wurden hier draußen ganz schön kalt. Der Wind nahm zu und wir hatten natürlich Gegenwind. Bei Kilometer 18 an einer Verpflegungsstelle wird jeder über Lautsprecher begrüßt. Der Verein Blau-Weiß Gerwisch hat die Versorgung übernommen. Wasser, Iso, Tee, Bananen, Malzbier. Es geht mir gut und die Freundlichkeit der Helfer fällt schon auf. Es macht Spaß. Ich verabschiede mich mit den Worten: Bis gleich. An einer Kleingartenanlage winkt uns eine Helferin auf den Weinbergweg. Jeder Läufer wird von ihr motiviert. Hier ist also der Weinberg. Der Weg wird schmal. Es geht bergan (ca. 5 % Steigung ), da freut sich der Bergläufer. Nahe dem höchsten Punkt des Weinberges ist Halbzeit. Dann geht es unter der Autobahn 2, der Verbindung zwischen Hannover und Berlin, hindurch.
Dann sehe ich das Wasserstraßenkreuz vor mir. Es verbindet Elbe, Mittellandkanal und den Elbe-Havel-Kanal. Markant ist hier die Trogbrücke, über die die Schiffe auf dem Mittellandkanal die Elbe überqueren können. Wir laufen unter der Trogbrücke hindurch und biegen dann nach rechts ab. An den Brückenrampen geht es steil bergan. Kein Fahrstuhl? Leider nicht…
Oben angekommen renne ich über die Trogbrücke. Ca. einen Kilometer geradeaus. Hier sieht man, dass sich das Feld schon weit auseinander gezogen hat. An der Westseite geht es von der Brücke die Rampe wieder hinunter und durch einen beleuchteten Straßentunnel an der Südseite wieder hoch. Hier überläuft man auch eine Kontrollmatte.
Bei km 26 wieder ein Verpflegunspunkt. Genau am Ende der Wasserkreuzrampe. Was höre ich da? Eine Kapelle spielt bayerische Musik. Ich musste schon ein wenig lachen. Volksfeststimmung hier - schön.
Ich verlasse das Wasserkreuz und mache mich auf den Heimweg (Ziel). Hier auf dem Rückweg brauchen wir nicht wieder auf den Weinberg, nein es geht unten lang. Auf der windanfälligen Strecke kommt jetzt der Wind größtenteils von hinten. Ja, es macht Spaß. Ich warte immer noch auf meinen Einbruch. So wie es aussieht, habe ich Köln wohl doch ganz gut weggesteckt.
Bei km 37 kommen wir wieder in das Magdeburger Stadtgebiet. Kurz danach verlassen wir den Elbuferweg nach links. Bei km 40 kommt die letzte Verpflegungsstelle. Ich denke so, brauchen tu ich jetzt nichts mehr. Es geht mir richtig gut, aber wenn ich schon mal hier bin, kann ich auch einen Tee trinken. Gesagt – getan, und weiter geht es. Ich fühle mich gut und es macht Spaß. Rechts sehe ich den 60 m hohen Jahrtausendturm.
Danach noch über eine Brücke, dann an der Seebühne vorbei und nach zwei weiteren Rechtskurven befinde ich mich im Zielkanal. Ich sehe Sabine, die ihre Kamera arbeiten lässt. :D