37. Herbstlanglauf "Rund um Hösseringen"
37. Herbstlanglauf "Rund um Hösseringen" Marathon

37. Herbstlanglauf des VfL Suderburg am 09.11.2008

  „ Der – 4 – Runden – Marathon in Hösseringen“

 

 

Sonntagmorgen 05:00 Uhr, der Wecker klingelt….
Am Sonntag??
Ja, es ist mal wieder Marathonzeit. Ich schwinge mich aus dem Bett und freue mich auf den heutigen Tag. Vor 2 Wochen war ich ja in Frankfurt, aber heute bin ich in Hösseringen. Keine Ahnung wo das ist, aber ich habe ja ein Navi dabei.

Nach ca. 90 km, bei sehr ruhiger Autofahrt erreiche ich Hösseringen. Es ist trocken und ich hoffe es bleibt so. Es ist noch dunkel und so warte ich noch ein wenig im Auto. So langsam wird es hell und ich kann ein großes Zelt erkennen. Start und Ziel sind noch nicht aufgebaut und auch sonst sehe ich wenig Bewegung. Ich parke erst einmal auf einem Grünstreifen und begebe mich mal zu dem großen Zelt.

 

 

 

 

 

 Ich höre eine Kaffeemaschine und hier sind schon zwei Leute beim Vorbereiten. Ich gönne mir einen Kaffee und unterhalte mich ein wenig. Der erste Läufer ist dann auch schon gesichtet, weil er mit seiner Startnummer herum läuft. Ich erkundige mich bei ihm, wo es die gäbe und mache mich vom Zelt ca. 50 Meter auf zum „Vereinsheim“.
Ich bekomme meine Startnummer 2528 in ca. 5 Sek. Und dazu noch 4 Sicherheitsnadeln. Es ist immer noch ruhig und ich genieße weiterhin meinen Kaffee. Sorgen macht mir ein wenig der Wind. Er ist stellenweise sehr heftig, aber es soll trocken bleiben – wenigstens etwas.

 

 

 

 

So langsam trudeln immer  mehr Läufer ein und es wird ein wenig lauter, aber nicht hektisch. Ich habe mich endlich durchgerungen,  einen Langarmpullover anzuziehen und gegen den Wind eine Mütze zu tragen. Es war die richtige Entscheidung.

Ich finde solche „kleinen“ Läufe haben ihre eigene Atmosphäre und die kann man wirklich nur bei solchen Läufen finden. Um 08:45 Uhr gab es für die Marathonies (andere Läufer waren ja auch noch gar nicht da) eine Lagebesprechung. Es wurde die Strecke erklärt und worauf man zu achten hat. Der Start wurde in der Zwischenzeit auf dem Sportplatz aufgebaut und so konnte es losgehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich um 09:00 Uhr machten sich 53 Marathonies auf die 4 Runden. Zuerst ging es über den Sportplatz und dann nach rechts gleich ein Bergchen hoch. Oje, fängt ja gut an. ;)
Nach dem Bergchen ging es rechts auf die Runde, die 4 Mal zu bewältigen war. Kurze Zeit nach dem Start fing es an zu Regnen. Das war ja klar. L
Es ging durch den Ort über die Straße und dann links einen Hügel hoch, raus aus dem Dorf. Bei jeder weiteren Runde kam mir der kleine Hügel immer höher vor. Irgendwie war der schon heftig. Ich versuchte meinen Rhythmus zu finden, was mir zuerst nicht gelang. Als wir oben auf dem Hügel nach links liefen, hatten wir für einen kurzen Moment Rückenwind. Jeder Kilometer war ausgeschildert, und so passierte ich das Schild 3,13,23,33… Leider war ich in der ersten Runde, also km 3. Bei jedem Kilometer stand auch ein Schild mit einem Spruch. Der Beste war bei km 42 – Das Ende ist nah!

 

Unterwegs auf der Strecke lernte ich einen Läufer aus Magdeburg kennen. Er wollte unter 4:00 Stunden laufen und es sah gut aus. Sebastian (2502) schaffte es auch in 3:57 Std. – Glückwunsch.
Wir liefen gemeinsam so bis ca. km 19. Da ich mich aber gerne bei den Getränkestellen etwas länger aufhalte und ich keine Ambitionen hatte auf SUB 4, wünschte ich ihm noch viel Glück. Leider habe ich ihn im Ziel nicht mehr gesehen.

 

Die 2 Getränkestellen waren super gesetzt. Nach 4 und 9 km standen die sehr netten und hilfsbereiten Menschen und gaben bei der Kälte und dem Wind ihr Bestes. Es gab Tee, Iso-Getränk, Wasser und Cola. Dazu Schokolade, Traubenzucker, Banane und Müsliriegel. Mehr braucht ein Marathonläufer nicht. Zumal war es nass, windig und natürlich kalt und da tat das warme Iso-Getränk wirklich gut. Bei den Ständen hielt ich mich auch immer ein wenig auf und machte meine Späßchen und unterhielt mich. Was ich auch sehr schön fand, war bei der ersten Getränkestelle die Kehrtwende. So konnte man einigen Läufern entgegenlaufen. Es waren zwar nur ca. 80 Meter aber eine Strecke der Begegnung. Kurz nach dem Wendepunkt gab es einen Abschnitt, der wirklich heftigen Gegenwind hatte. Hmm, noch drei mal hier lang – wie unangenehm. Danach ging es links ab und in ein Wäldchen hinein. Kein befestigter Boden mehr, sondern Waldboden, Moder und Sand. Das war aber nur ca. 2 km so, dann ging es wieder auf einen befestigten Weg weiter. Als man aus dem Wald herauskam, ging es ca. 2 km weiter geradeaus zum nächsten Verpflegungspunkt. Wie immer war alles super hier. Ich war froh meinen Fotoapparat,  mitgenommen zu haben und machte auch hier Bilder.

 

 

 

Danach ging es links auf dem Fahrradweg weiter Richtung Hösseringen. Das war eine sehr schwierige Strecke, da sie sich hinzog und sehr hügelig war. Leider kam auch hier der Wind ziemlich von vorne. In Hösseringen ging es auf die 2. Runde.

Die Strecke hat mir sehr gut gefallen und der Regen ließ Mitte der 2. Runde auch nach. Der Wind blieb leider. Ich war jetzt alleine unterwegs und machte noch einige Fotos. Meine letzte Runde war angebrochen und beim ersten (jetzt 7. VP) Verpflegungspunkt kam die Sonne auf einmal heraus. Wenn Engel ihre letzte Runde drehen, ging mir so durch den Kopf. :)

 

 

 

 

 

Ich hielt mich hier wieder ein wenig auf, schoss Fotos und lief weiter zum Wendepunkt. Allerdings war es hier mit der Ruhe vorbei. Die HM waren auf der Strecke. Ihr Start war um 12.00 Uhr und sie liefen so ca. 1,5 km einen Teil unserer Strecke. Dies empfand ich als eine willkommene Abwechslung. Zumal bei mir der km 34 anbrach. Ich war allerdings sehr gut drauf und beobachtete die HM, die hier erst ihren 3. km hatten. Da hab ich ja weniger bis ins Ziel scherzte ich.
Im Wald trennten sich unsere Wege. Die HM mussten nach rechts und ich wie immer gerade aus und dann nach links.

Als ich mich zum letzten Mal dem 2. VP näherte, sah ich, dass ich noch 24 Min für die letzten 4 km hatte. Also pro km 6 Min., um unter 4 Std. zu laufen. Ehlich gesagt sollte das kein Problem darstellen, aber ich hätte dann schnell aus dem Verpflegungspunkt herausgemusst. Ich entschied mich gegen SUB 4 und für den Spaß. Und so lernte ich hier noch Christine und Martin kennen. Ich erfuhr, dass es erst ihre 3. Runde war und ich sie jetzt überrundet hatte. Ich wünschte ihnen noch viel Glück und sie kamen gemeinsam mit einer Zeit von 05:45 Std. ins Ziel – Glückwunsch.

 

 

Christine und ich, Danke an Martin, der hier der Fotograf war.

 

 

Weiter ging es dann wieder auf dem Fahrradweg Richtung Hösseringen. Dort musste ich diesmal nach links, und dann quer auf einen kleinen Fußweg, um auf eine Straße zu kommen, die Richtung Sportplatz, also Richtung Ziel führte. Es waren jede Menge HM Richtung Ziel unterwegs. Ich genoss es trotzdem und blieb kurz vor dem Ziel stehen und machte ein Foto.
Ich überquerte das Ziel mit 04:03:53 Std.

 

Hier im Ziel war ein Gewusel…, die Ruhe von heute Morgen war vorbei. Ich holte mir erst einmal ein warmes Iso-Getränk und freute mich über diesen schönen Marathon.

 

 

 

 

 

Das Wetter war vielleicht nicht das Beste. Ein wenig hügelig ist er auch und für Anfänger eigentlich nicht zu empfehlen, aber die Strecke und die Verpflegung waren TOP. Die 4 Runden flogen so dahin und solche Marathons haben ihre eigene Atmosphäre. Ich kann diesen Marathon nur empfehlen, wenn man mal einen etwas kleineren sucht und vor 4 hügeligen Runden keine Angst hat. Ich denke ich werde hier noch einmal herkommen, da es sich wirklich gelohnt hat.
Das war ein schöner Abschluss für dieses Jahr und für meinen 14. Marathon genau das richtige.
                                 Ich habe fertig, Emil