Marathon in Löningen –

Was für ein Krampf !

 

28.6.2008
Wir machen uns früh auf den Weg nach Löningen, für uns sind das so 218 km. Gegen 11.00 Uhr wollten wir da sein, also so gegen 09:00 Uhr los. Es ging mir gut, meine Hüfte wurde getapet. Schnell noch 2 Schmerztabletten eingeworfen und los ging es. Am Montag hatte ich gedanklich schon mit dem Marathon abgeschlossen, weil ich kaum laufen konnte. Aber so wie ich mich im Moment fühlte, konnte es was werden.
Da wir ja schon zum 3. Mal hier waren, gab es keinerlei Orientierungsschwierigkeiten.
Schnell vor der Kirche geparkt und unsere Startunterlagen abgeholt. Es war so gegen 11:00 Uhr, daher war auch noch nichts los. Das ganze dauerte 5 Min. Es gab dieses Mal die Finisher T-Shirts schon gleich bei der Startnummernausgabe, was ich pers. besser fand.
Wie immer ein schönes, diesmal gelbes Funktionsshirt - klasse.
Die Messe wurde in die Nähe des Ziels verlegt. Leider wurde sie auch verkleinert, so dass man schon nicht mehr von einer Messe reden kann. Dann haben wir noch das Ziel begutachtet und ich habe gehofft, dass es heute trotz meiner Verletzung klappt.

 

Ab zum Meldebüro, es regnet...

Meine 10 zum 10.

 

3633, Juhu :)

Im Ziel ist noch nichts los...

 

Wenn ich doch schon hier wäre...

Startbereich im Aufbau

Lauter fleißige Helfer im Startbereich...


Wir hatten dieses Mal ein Hotel (Das Deutsche Haus) genommen und haben es auch sehr  schnell gefunden. So zentral gelegen, dass wir alles zu Fuß in 5 Min erreichen konnten.  Als wir vor dem Hotel standen und unsere Taschen aus dem Kofferraum holten, sprach uns überraschend eine Gruppe von Männern an: „Die Sabinchensrunner“ !!! Wir waren ein wenig perplex, woher die uns kannten. Doch das Rätsel wurde schnell gelöst.  Dabei war Wolfgang Alde vom  Orga-Team,  der uns von der Homepage erkannte und dem ich per E-Mail meine Bitte mit der Startnummer 10 schrieb und er sie verwirklichte. Danke noch mal dafür, dass es so problemlos geklappt hat. :) Wir fanden schon, das war eine lustige Sache. Im Hotel haben wir uns dann bis 16.00 Uhr ausgeruht und um 16:45 machten wir uns auf den Weg zum Start. Am Start angekommen sahen wir auch gleich Eckhard, der mich irgendwie verfolgt. Wären eine Millionen Menschen in Hamburg oder Löningen, wir würden uns trotzdem treffen. :) Die Gelegenheit genutzt und noch ein Foto gemacht. Dann haben wir uns in den Mittelteil eingereiht, weil wir heute nicht so schnell laufen wollten. Meine Frau wollte mich in der ersten Runde begleiten und Fotos machen. Darauf beschloss ich die erste Runde unter 2 Std. zu laufen. Mein Zeitziel war aber zwischen 4:00 – 4:30 zu laufen. Eher aber an die 4:30 ran.

 

Es kann losgehen

Jep, auf geht's

Mal wieder Eckhard getroffen und gleich ein Foto gemacht. :)

 

 

17:00 Uhr und schon ging es los. Schnell noch meine neue Errungenschaft, den neuen Forerunner 405 gestellt und ab ging die Post.
Es fing ganz leicht zu nieseln an, aber beim Start war es trocken und stellenweise kam die Sonne durch. Wir hatten aber eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit.
Schnell waren wir durch den Wald bei der Getränkestelle Werwer Weg, bei km 3, später  km 24. Wir waren ein wenig zu schnell, aber es lief gut. Hier machte übrigens Stefan Beumker schöne Fotos, danke dafür. Weiter ging es nach  Evenkamp, wo auch einiges los war. Es lief gut, keine Schmerzen oder sonstige Anzeichen. So ging es ruckzuck zu km 9 und dann auf die Straße. Die langweiligste Strecke bei diesem Marathon. In Gedanken war ich schon hier auf meiner 2. Runde.  In Tholenkamp bei km 12/33 gab es auch gleich wieder Getränke und Anfeuerungsrufe. Dann ging es weiter an der Hase entlang, einmal rauf und einmal runter.

 

 

Es geht mir supergut.

 

Immer der Straße lang... ;)

 

Stimmung...

 

Bei km 15 noch schnell die Matte überflogen und meine Frau schaute ungläubig, dass wir schon so weit waren. Unten am Waldstück Getränke aufgenommen und weiter ging es zur Brücke, die mir noch von den vergangenen 2 HM stimmungsmäßig in Erinnerung ist. Und so war es auch…voll die Stimmung hier, einfach schön. Ab da nur noch lockere 3 km und meine Frau machte hier und da mal wieder ein Foto. Sie war locker drauf und man sah ihr an, dass sie wesentlich schneller laufen kann und hier locker trabte. 

 

Wer jubelt denn da auf meinem Bild? ;)

 

Gleich ist die erste Runde geschafft.

Kurz hinter den ca. 100 Schafen (wer die Strecke gelaufen ist, weiß was ich meine) gab es dann die letzte Getränkestelle.  Hier war wieder riesen Stimmung. Jetzt noch ca. 1,5 – 2 km und dann für Sabine ins Ziel, für mich die zweite Runde. Ich lag mit der Zeit so um 4:00 Std. und rechnete mir eine 04:05 oder 04:10 aus, wenn nichts dazwischen kommt. In der Innenstadt trennten sich dann unsere Wege. Sabine musste rechts ins Ziel und ich durfte gerade aus in meine 2. Runde. Unsere HM Zeit war so um die 01:57 Std. Ich fühlte mich gut, wusste aber, dass die zweite Runde einsamer werden würde.

Auf zur zweiten Runde...

Hier bei Km 24

Es geht mir gut...

 

Die 2. Runde startete merkwürdig, da wir auf einmal die ersten 2 km sehr frischen Gegenwind hatten. Wieder am Werwer Weg angekommen, hatten wir schon 24 km abgespult. Es ging mir sehr gut. Ich traf einen Läufer, der unter 4:00 Std. laufen wollte, aber bei km 27 mit mir nicht mehr mithalten konnte. Schade. Kurz danach traf ich Renate mit der Startnummer 100. Ich meine es war ihr 3. Marathon und auch sie wollte unter 4 Std. laufen. Allerdings empfand sie unseren gemeinsamen Lauf zu langsam und sie zog mir davon. Dafür wurde sie leider bestraft und brach ein. Es wurde leider eine 04:12 Std. Zeit. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich nicht, für was ich noch bestraft werde. Tja, so ist Marathon. ;)
Bei km 31 fing es langsam an in meinen Waden zu zwacken. So lief ich ruhiger zu dem Verpflegungspunkt bei  km 33, um mir ein paar Becher Getränke reinzuschütten. Ich fand das ganze schon merkwürdig, denn als ich auch das Tempo rausnahm, fühlte ich keine Besserung in den Waden. Als ich da so langging, denke ich, den kennst du doch und richtig HaWe schlich da lang. Natürlich hatte er sein 100km Biel Shirt an. Super Leistung HaWe. Wir liefen noch ca. einen Kilometer zusammen, als ich ihm sagte, dass sich leichte Krämpfe in den Waden anbahnen. So zog er ab und meine Frau hielt ihn aber noch kurz vor dem Ziel auf Foto fest. :)

 

Der verrückte... *grins*

 

Bei km 34,5 am Hasenknie spielte eine Samba-Band und gab noch mal richtige Motivation. Bei Km 35,5 hielt ich erst mal an, um einige Dehnübungen zu machen. Ich hatte das Gefühl diese Vorkrämpfe wurden schlimmer. Leider hatte ich mit so was noch keine Erfahrung…aber das sollte sich ändern. Mittlerweile hatte ich schon beim Gehen leichte Krämpfe in den Beinen…aber es war ja nicht mehr so weit und so setzte ich im lockeren Schlappschritt meinen Lauf fort. Bei ca. km 37 haute es mich von den Beinen. Ich hatte einen Krampf in der Wade der mich von den Füßen geholt hatte und ich schreiend wie eine Schildkröte am Boden lag. Eine Frau die ca. 50 m hinter mir war, versuchte mir zu helfen. Allerdings wusste sie nicht was sie machen sollte. Dann kam noch ein älterer Herr dazu und half mir. Danke anonymer weise an euch Beide. Die Frau holte noch jemanden von der Rennleitung/Streckenposten, der mich dann aus dem Rennen nehmen wollte. Das wäre auch so in Ordnung gewesen, aber ich war fit. Ich war nicht kaputt, schlapp oder so, ich  hatte halt nur Krämpfe in beiden Beinen. Als ich ihn überzeugen konnte, dass ich fit war (und das stimmte ja auch) versuchte ich langsam weiter zu GEHEN. :(
So ging ich letztendlich die letzten 5 km bei meinem 10. Marathon zu Fuß ins Ziel – wie ich so was hasse. Leider hat es mich bei km 38,5 noch mal von den Füßen geholt.  Ich dachte, so ein paar 100 m laufen könnte klappen. Das war wohl nix.
Als ich in Löningen um die Ecke bog sah ich auch schon meine Frau, die mir mein T-Shirt für meinen 10. Marathon reichte. Sie wusste von HaWe, dass ich Krämpfe bekommen hatte. Allerdings wusste sie nicht wie schlimm es war.  

 

Nichts geht mehr... :(

Lachen kann ich aber immer noch.

Ich habe mich trotzdem im Ziel feiern lassen und habe das erste Mal gehend eine Ziellinie überquert. Es wird mir in Erinnerung bleiben, das ganz bestimmt. Von leichten Krämpfen geschüttelt holte ich mir erst einmal zwei Erdinger Alkoholfrei und begab mich zur Massage. Schuhe aus, Strümpfe aus und BAM, da war er wieder in der linken Wade – Krampf – schnell war der Masseur dabei mir zu helfen. Den Masseur nehm ich den nächsten Marathon mit, der Krampf war schnell unter Kontrolle. Nach der Massage ging es ins Hotel zum Duschen und dann noch mal zur Marathonfete um ein alkoholfreies Bier zu trinken und ein Eis zu essen.

Zieleinlauf

Mein 10. Marathon

 

Hinten auf meinem Shirt die Daten der 10 Marathons.

 

Durst *lecker* alles meins. :)

Das tat GUT :)

 

Der 10. war Löhningen.

 

Alles in allem ein schöner Marathon, der auf der zweiten Runde ein wenig ruhiger wird, was aber klar ist. Sonst hat es mir sehr gut gefallen. Das Wetter war Ok, die Stimmung wie immer, es war ein schöner 10. Marathon.
Zu meinen Krämpfen kann ich nur sagen, dass ich kurz vor dem Lauf zwei Schmerztabletten genommen habe, die häufig Krämpfe auslösen.
Bei so viel Dummheit fehlen mir die Worte. 

Meine Zeit war dann auch 04:35:11, was aber total unwichtig war – nur das Finishen war an diesem Tag wichtig und das habe ich erreicht.
                                        Emil, mein 10. Marathon :)

 

Sabines Halbmarathon:

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