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TUIfly Halbmarathon Hannover am 8. Mai 2011
Sonntagmorgen wolkenloser tiefblauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Warm wird es werden. Ich bin schon etwas aufgeregt, weil ich nicht weiß, was mich erwartet. Das Training war nicht so intensiv wie es hätte sein sollen. Eine Zeit unter 2 Stunden liegt nicht drin. Das Rennen werde ich nach dem Motto starten: Laufen so flott und so lang es geht und sehen, was dabei rauskommt. Es ist windig. Das macht die Wärme erträglich. Nachdem ich mir im Fernsehen noch den Start der Marathonis angesehen habe, habe ich mich mit Steffi auf den Weg nach Hannover gemacht. Wir wollen zusammen starten und sehen, wie es sich dann entwickelt. Trotz der vielen Menschen vor dem Rathaus, haben wir doch noch Ulli getroffen. Sie will den Halbmarathon mit dem Fahrrad mitfahren und uns anfeuern. Dann haben wir noch Steffis Bruder eingesammelt und uns auf den Weg zum Startbereicht gemacht.
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Wegen der 3-Stunden-Fernsehübertragung ist der Start des Halbmarathons auf 11.00 Uhr vorverlegt worden. Schade. Letztes Jahr konnte man noch den Siegläufer des Marathons einlaufen sehen. Im Startbereich hat sich dann deutlich gezeigt, dass Hannover mit den Teilnehmerzahlen am Limit angekommen ist. Ein Betreten des Starbereiches war nicht möglich. Vor den Einlasspforten standen Trauben von Läufern. Aber der Startblock war voll. Erst als sich der Lindwurm von Läufern nach dem Startschuss in Bewegung gesetzt hat, konnten auch wir die Startbahn betreten. Es lief gut an. Wir haben ein gutes Tempo gefunden. Steffis Bruder war von Anfang an immer ein Schritt schneller als wir. Am ersten Verpflegungsstand war ich schon überrascht, dass es Wasser und Cola gegeben hat. Und natürlich: Berge von Energie-Gels. Die letzten Jahre hat es immer Wasser und Iso-Getränk gegeben. Dieses Jahr war es anders. Kein Iso-Getränk. Dafür Cola und später auch Apfelschorle und immer wieder diese Energie-Gels. Anders als die Jahre davor, aber ich finde nicht besser. Es lief alles ganz gut. Die Beine haben sich gut angefühlt. Die Zuschauer am Rand (streckenwese mal mehr, mal weniger) und immer wieder Ulli auf dem Rad und Trommel-Samba-Rhythmen haben uns angefeuert.
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Die ersten 10 km liegen wir im 6-Min.-Schnitt. In der zweiten Hälfte haben Steffi und ich uns dann bei einer Verpflegungsstelle „verloren“. Es ging mir noch gut und ca. ab km 15 habe ich dann einen Gang zulegen können. Letztes Jahr hatte ich bei km 15 einen kleinen Einbruch gehabt, dieses Jahr war das nicht der Fall. Es konnte noch eine gute Zeit knapp über 2 Stunden werden. Also hab ich die Beine in die Hand genommen und los. Anscheinend genau zum richtigen Zeitpunkt. Das hab ich dann bis zum Schluss durchgehalten.
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Zwischendurch habe ich noch einmal Ulli gesehen und wurde gleich auf den neuesten Stand gebracht. Steffi ist ca. einen halben km vor mir. Die letzten zwei Kilometer haben sich – wie jedes Mal – wie Gummi in die Länge gezogen. Und jetzt wurde es auch noch richtig warm. Welch ein gutes Gefühl beim Einbiegen in die Zielgerade. Viele jubelnde Menschen, Cheerleader, alles ist schön. Auch meine Zeit: 2:01:49 Stunden. Damit bin ich richtig zufrieden. Der Zieleinlauf ist ja schön geräumig. Viel Platz für die Läufer. Aber die Verpflegungsstraße geht meiner Meinung nach gar nicht. Die 4-Stunden-Marathonis und die 2-Stunden Halbmarathonis kommen alle gemeinsam an. Das sprengt das Volumen der Verpflegungsstraße. Sie ist völlig überfüllt und man wird da nur durchgeschoben. Gar nicht schön. Und siehe da: In diesem Gedränge habe ich doch tatsächlich Steffi wiedergefunden! Sie ist genau eine Minute vor mir ins Ziel gekommen.
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Mit meinem Laufergebnis bin ich zufrieden. Besser ging es nicht. Das Wetter hat auch mitgespielt. Vielen Dank an Ulli (und natürlich auch an alle jubelnden Zuschauer), die mir Beine gemacht haben. Aber trotzdem ist der Funke dieses Jahr nicht übergesprungen.
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