Donnerstag, 23.10.2008
Die Taschen sind gepackt, morgen geht es endlich los.
Freitag, 24.10.2008
Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir aufgebrochen Richtung Frankfurt. Die letzten Tage vergingen wie im Flug. Mittags waren wir in Frankfurt und konnten auch gleich unser Hotelzimmer beziehen. Kurz nach 13 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zur Messe gemacht, Startunterlagen abholen. Ruckzuck hatten wir die Startunterlagen in Händen. Dieses Mal war ich auch eine von denen, die mit ihrem Beutel noch über die Messe läuft. Und das haben wir getan. Wir haben die halbe Messe leergekauft. Einmal musste sogar der Geldautomat neue Scheine ausspucken. Aber es gab so viele Schnäppchen zu schlagen. Nach einem langen Einkaufsmarathon mit tlw. 30 % Preisnachlass haben wir uns dann mit vollen Tüten wieder zum Hotel aufgemacht.
Hier geht es am Sonntag lang
Der Messeturm
Freitag - erst einmal Startunterlagen abholen
Auf dem Weg zur Messe
Hier gehts lang zur Ausgabe der Startunterlagen
Hier ist sie - meine Startnummer
Emil holt ganz entspannt zum 13. Mal seine Startunterlagen
Das tut gut
Marathonmesse - kaufen, kaufen, kaufen
Mocki und Emil - Sonntag gemeinsam auf der Strecke
Hier wird es anfangen
Geschafft! Einkauf gut verstauen und zurück zum Hotel
Der Hammermann
Samstag, 25.10.2008
Heute steht in 4 km-Lauf auf dem Programm. Und dann: Relaxen, Füße hoch. Die Messe hatten wir ja gestern schon gründlich auseinander genommen. Gestern hat es Spaß gemacht. Es war noch nicht viel los. Heute ist da bestimmt der Bär los. Der Kleiderbeutel steht gepackt in der Ecke. Es kann losgehen. Die Aufregung hält sich im Moment noch in Grenzen.
Wo fang ich an? Mit dem Wetter. Morgennebel. Kalte 4 Grad, gefühlte 0 Grad. Die Wettervorhersage hat sonniges wärmeres Wetter vorhergesagt. Also hat Emil oben und unten kurz gewählt. Ich oben lang und unten ¾. Das Gefühl war gut. Nur hatte ich leichte Probleme mit meinem rechten Fuß. Der Transfer mit dem Bus vom Messe-Parkhaus Rebstockbad zur Messe lief sehr gut. Schnell die Kleiderbeutel abgegeben und dann hingesetzt und das Treiben beobachtet. Was für eine Menschenmasse. Draußen war es noch sehr kalt und auch ganz schön windig. Dann endlich ging es los. Auf in den Startblock. Ich hab mich immer noch ganz gut gefühlt. Die Aufregung hielt sich in Grenzen.
Man ist das noch kalt
Hier bin ich schon einmal die Erste
Warten auf das was kommt - ganz entspannt
Wann geht es endlich los?
Die Startkanone
Emils Startblock
Ja, wenn wir erst einmal hier sind
dann sind es nur noch 195 Meter
Vor der Messehalle
Im Startblock - es geht mir gut
Emil auch
Langsam wird es voll - der Countdown läuft
Wir freuen uns auf den Marathon
Warten auf den Startschuss
Irgendwann setzte sich dann die Masse in Bewegung. Langsam im Walking-Gang. Kurz vor Überqueren der Startlinie wurde dann doch Tempo aufgenommen und es ging richtig los. Die ersten Kilometer durch die Stadt, waren echt cool. Eine Band nach der anderen und viele Zuschauer. Und die ganze Zeit habe ich gedacht: Und ich bin dabei! Ich hab bestimmt die ganze Zeit gegrinst. Es lief gut an. Die Strecke im Zick-Zack-Kurs durch die Stadt verlief wie im Fluge. Auf einmal waren wir bei der 5 km Marke und dann ging es auch schon über die Brücke auf die andere Mainseite. Bei km 15 hatte ich mit meinem Fuß schon große Probleme. Das hat sich gar nicht gut angefühlt. Aber Emil sagt: Den Schmerz einfach wegdenken. Es ging dann schnell wieder besser.
Endlich unterwegs
Lass die Haare wehen
Sightseeing - die Skyline
Die halbe Distanz ist geschafft
Emil machts Spaß
Nach dem Verlassen des Stadtgebietes kamen dann „einsame“ Streckenabschnitte. Wenig Zuschauer und für das Auge gab es auch nicht viel. Etwas eintönig und langweilig. Nur wo auch Musik aufgebaut war, war was los. Kleine Stimmungsinseln. Bis zum Halbmarathon ging es mir richtig gut (bis auf meinen Fuß – den Schmerz einfach wegdenken). Wir sind gleichmäßig unser Tempo gelaufen – äh mein Tempo. Emil hat sich gebremst. Er hätte auch schneller gekonnt. Schöne Momente waren auch, wenn man mit dem Namen genannt und angefeuert wurde. Einmal auch vom Streckenmoderator über Lautsprecher. Vollständig mit Namen und bis Lehrte. Da lief mir schon ein Schauer rüber. Irgendwann ging es dann wieder Richtung Innenstadt. Bis km 35 war es noch ziemlich öde. Km 25, 30, 35. Und es ging mir immer noch gut. Dann ging es wieder durch die Stadt. Die Beine wurden etwas schwer, aber ich hatte keine Probleme.
Mir macht es auch Spaß
Wir sind nicht allein
Schon wieder in der City - es geht mir gut
Emil auch
Alles OK
km 38 - es ist nicht mehr weit
Jetzt ging es ganz stark Richtung Ziel. Die Musik dröhnte wieder und es waren wieder mehr Zuschauer da. Genau zum richtigen Zeitpunkt. Jetzt wurde es schon etwas schwerer, aber wenn man schon bei km 39 ist, dann geht auch das. Und da war es wieder. Das Grinsen in meinem Gesicht. Es ging einfach nicht weg. Und der Gedanke: Und ich bin dabei. Die letzten Kilometer durch die Stadt habe ich richtig genossen. Der Eschenheimer Turm war schon fast unser Zuhause. So oft wie wir ihn aus allen Richtungen gesehen haben (auf den ersten Kilometern und jetzt auf den letzten Kilometern).
Noch schnell einen Heben
Gleich ist es geschafft - der Messeturm ist in Sicht
Vorfreude auf den Zieleinlauf
Dann war es endlich soweit. Wir sind hinter dem Messeturm Richtung Festhalle abgebogen. Noch 195 Meter. Das war das warm-up für den Zieleinlauf in die Festhalle. Einfach unschlagbar cool und nicht in Worte zu fassen. Das muss man erlebt haben. Die Atmosphäre, die Stimmung. Ein Super-Lohn für die ganze Mühe. Und: Bis auf meinem Fuß ging es mir richtig gut. Ein toller 1. Marathon. Vom Anfang bis zum Ende. Und das Ende ganz besonders. Ganz frech haben wir uns dann auch noch bei dem Fotoprojekt „Marathon-Faces“ eingeschmuggelt. Wir waren nicht angemeldet, aber genommen haben sie uns trotzdem.
Der Hammermann, da geht es zum Ziel
Der Eingang in die "Gud Stubb"
Die Festhalle, die Gud Stubb - cool
Es kribbelt mächtig
Einfach nur genießen und alle Eindrücke aufsaugen
Ohne Worte
Im Ziel des 13. Marathons
Gemeinsam sind wir stark
Menschen, Menschen, Menschen ...
Dann haben wir uns erst einmal ausgiebig „nachverpflegt“. Suppe (die hat echt gut getan), Nüsse, Obst, Bier (natürlich alkoholfrei). Es gab alles. Das war er nun. Mein 1. Marathon. Ein richtig tolles Ereignis. Frankfurt war eine ganz gute Wahl für das 1. Mal. Die Organisation war top. Die Streckenverpflegung war top. Das Wetter war top (wenn auch streckenweise der Wind etwas unangenehm war). Und es hat schon was, sich mit so einer Masse Menschen auf die Strecke zu begeben. Die Zielzeit ist dann noch das i-Tüpfelchen: 4:10:24 Std. Man was bin ich stolz und glücklich.
Erst einmal eine Suppe schlürfen
Da ist sie - meine Medaille
und alles ist gut
Das war der Frankfurt Marathon
P.S.: Randsplitter
Plötzlich: Posaunenklänge schallen durch die Straße. Aus einem Fenster heraus hat ein Posaunenbläser die Läufer unterhalten.
Und: Staffelläufer, überall Staffelläufer. Teilweise schlecht trainiert. Da musste man schon Slalomlaufen, um an den teilweise gehenden und schnaufenden Staffelläufern vorbeizukommen. Das war gar nicht schön.
Und: Ab km 30 ging es dann los. Es war Zeit, zu überholen und zu zeigen, was das Training wert ist. Da standen viele am Straßenrand und dehnten die Muskeln. Viele Geher waren unterwegs. Weil wir unser Tempo durchgehend bis zum Schluss gehalten haben, haben wir viele Läufer überholt. Ein tolles Gefühl.
Und: Durch die vielen Schleifen die gelaufen werden mussten, konnte man auch immer wieder die Läufer von vorne sehen. Schnellere vor uns und langsamere hinter uns. Das finde ich sehr interessant.