Flensburg Marathon am 7.9.2008
Mein 11. Marathon
Sabines Halbmarathon Bericht hier:

 

Da wir schon eine Woche vor dem Marathon in Flensburg waren, wusste ich, es wird ein hügeliger Marathon in Flensburg. Also werden wir Spaß haben, so hoffte ich.

Samstag den 6.9.08, es ist 6:30 Uhr und ich mache meinen letzten 4 km Trainingslauf im hügeligen Gelände. Da ich in der letzten Woche links Fußprobleme hatte, versuche ich es dieses Mal ohne Bandage. Da mein Fuß sich nicht meldete, beschloss ich, den Marathon ohne Bandage zu laufen. Ich hoffe es geht gut (im Hinterkopf noch meinen Krampfmarathon von Löningen!). Gleich nach dem Frühstück haben wir dann die  Startunterlagen abgeholt. Es war wie immer windig und kühl und der Himmel bedeckt.
Die Startunterlagen gab es bei der „Alten Post“. Das ging alles sehr fix.  Die Staffelläufer hatten ein S, die Halbmarathon Läufer ein H vor ihrer Startnummer.
Meine Frau machte noch eine Laufbandanalyse. Leider hatte ich Sandalen an, so dass ich diesen Service nicht in Anspruch genommen habe. Dann ging es zurück zu unserer Ferienwohnung, die ca. 10 km außerhalb von Flensburg lag. Mein Plan war es, die erste Runde 2:09 zu laufen und im Ziel mit einer Zeit von 4:20 zu finishen.
Die erste Runde wollte mich meine Frau begleiten und Fotos machen. Das tat sie dann auch.

 

 

 

Startnummer: 601

 

 

 

 

 

 

YOU!MM sei dabei. :)

 

 

 

Sonntag, den 7.9.08, es ist 05:15 Uhr. Der Wecker klingelt – es ist so weit.
Schnell einen Blick nach draußen geworfen….es ist noch dunkel. Hoffentlich nicht so windig und kein Regen. Erst einmal in Ruhe gefrühstückt und Laufklamotten angezogen. Ich merkte schon, dass es nicht mein 1. oder 5. Marathon war. Ich war kein Stück nervös…mein 11. Marathon ging mir so durch den Kopf. Wird schon gut gehen. :)

Gegen 7:00 Uhr sind wir dann auf Umwegen zum Parkplatz Hafendamm gefahren. Es waren in Flensburg schon einige Straßen gesperrt.
Das Wetter war unglaublich. Kein oder nur sehr wenig Wind. Der Himmel war blau und die Sonne lachte. Sollte das unser Marathonwetter werden?
Erstmal zur „Alten Post“ und das Treiben dort angeschaut. Überall nervöse Läufer und ruhige Begleiter. Dann machten wir uns auf den Weg zum Willy-Brandt-Platz. Hier waren der Start und natürlich auch das Ziel. Da hier noch nicht so viel los war, machten wir gleich ein paar Fotos.

 

 

 

 

Morgens war es noch ein wenig kühl...

 

 

07:54 Uhr, der Himmel ist blau. :)

 

 

 

 

 

 

So langsam zeigte die Uhr auf 08:45 Uhr. Am Start machten sich die Leute warm. Es wurde unruhig. Dann endlich pünktlich um 09:00 Uhr fiel der Startschuss.
Wir liefen in ruhigem Tempo den ersten Kilometer und ich merkte schon, dass wir zu schnell waren. Dann kam eine Steigung, die sich noch ca. 2 km hinzog. Oje, das war heftig. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon lange aus meinem Zeitplan und lief nur noch nach Gefühl. Vereinzelt verirrten sich mal Zuschauer auf die Strecke, aber sonst blieb es ruhig. Kurz vor der Marienhölzung kamen wir an Schrebergärten vorbei. Dort hatten sich einige Zuschauer Stühle hingestellt und ordentlich Lärm gemacht. Ich nahm dort gleich auf der Bank platz und feierte mit. Das Gelächter war groß und meine Frau hielt das gleich auf Foto fest. Spaß haben, war heute mein Motto.

Super Stimmung hier :)

Spaß haben, war heute mein Motto.

 

 

 

 

Dann liefen wir durch den Wald (Marienhölzung) um kurz danach in den Ort Harrislee zu kommen.


Hier auf dem Marktplatz war Stimmung. Gemessen an den Zuschauern bis jetzt, war hier am meisten los. 7,5 km waren bis jetzt geschafft und uns ging es super.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurz nach 10 km ging es nach Dänemark in den Ort Padborg. Immer der Strasse entlang mit einem langgezogenen Anstieg. Das war aber alles nicht so schlimm. In dem Ort Bov bogen wir rechts ab Richtung Deutschland in den Ort Niehuus. Hier wurden wir schon vor einem heftigen Anstieg gewarnt. Und so kam es auch. Aus Niehuus heraus begaben wir uns auf einen heftigen Anstieg bis zu einem Verpflegungspunkt an der Niehuuser Straße.

Verpflegungspunkt an der Niehuuser Straße.

 

 

Uns ging es immer noch gut und wir machten hier auch ein paar Fotos. Einem Zuschauer habe ich den Fotoapparat in die Hand gedrückt und so wurde hier ein gemeinsames Foto gemacht.

 

Wir waren jetzt bei km 15 und trapten langsam weiter. Meinem vorgesehenen Zeitplan waren wir 5 Min voraus, obwohl wir uns eigentlich sehr lange bei den Verpflegungsstellen aufhielten.

 

 

Bei km 17,5 (Danfoss Gelände), mussten wir einmal im Kreis laufen, um an den letzten Verpflegungspunkt zu kommen – witzige Sache. Es wurde ein wenig warm.

 

 

Die letzten Kilometer ging es die Werftstraße hinunter zum Ziel für die Halbmarathonis, für die Marathonis ging es in die zweite Runde.


Meine Frau machte noch schnell ein paar Bilder. Und schon war ich auf der zweiten Runde.

 

 

Ich wusste jetzt, dass nach ca. 1 km ein heftiger Anstieg kam und konnte mich darauf vorbereiten. Allerdings sah der Anstieg ohne die vielen Läufer der ersten Runde, schon sehr heftig aus und wollte gar nicht aufhören. Mit den vielen Läufern sah man die Steigung nicht so. So lief ich einsam meine Runde. Zuschauer waren hier Mangelware und nur wenige Staffelläufer die kurz vor dem Zusammenbruch waren. Selten waren auch mal Marathonies zu sehen. Um so mehr freute es mich wieder in Harrislee zu sein. Einige Zuschauer waren noch da und feuerten uns an. 28,5 km und mir ging es immer noch sehr gut. Ab und zu überholte ich einige Staffelläufer und auch mal hier und da einen Marathoni. Hinter Harrislee traf ich eine dänische Marathonläuferin, die ihren 14. Marathon lief. Wir liefen ab da zusammen und unterhielten uns angeregt. Die Strecke zwischen Padborg und Bov machte sie Tempo. Ich glaube nicht absichtlich und so sagte ich auch nichts und lief das erhöhte Tempo mit. Ab und zu reduzierte ich das Tempo und sie war froh, dass wir nicht mehr so schnell waren. (Sie gab das Tempo vor – komisch??)
Kurz vor dem Anstieg bei Niehuus musste sie gehen. Den Anstieg schaffe sie läuferisch nicht mehr – Schade. Sie war einen nette Begleiterin.
Ich sagte ihr wir sehen uns bestimmt beim nächsten Verpflegungspunkt, da ich mich dort lange aufhalte um zu quatschen. *lach*
Den Berg nahm ich ohne Schwierigkeiten und ohne Probleme. Es war richtig schön. Bei dem Verpflegungspunkt 38,5 (Danfoss Gelände) machte ich mal wieder meine Späße mit den Helfern, als meine dänische Begleiterin auch eintraf. Sie hatte wohl einige Probleme und ich wünschte ihr noch viel Glück. Dann lief ich die letzten Kilometer alleine Richtung Ziel.  Meine Frau wartete schon und machte gleich noch ein paar Fotos.

 

 

 

 

Mit 4:14 Std. und eigentlich 6 Min zu früh, flog ich über die Ziellinie. Oh man – mir ging es richtig gut. Der Zieleinlauf war ein wenig enttäuschend hier in Flensburg. Zumal vor mir eine Staffel ins Ziel kam und sich gleich alle um die Staffel gekümmert haben. Der Staffellauf scheint hier die Königsdisziplin zu sein – Schade. Ich stand so eine Minute im Ziel bis eine Frau bemerkte, dass ich noch den Zeittransponter am Fuß hatte. Als sie mir den abnahm sagte sie nur:“ Oh, eine Medaille haben sie ja auch noch nicht!“ Ich fand den ganzen Zieleinlauf enttäuschend. Ich sah auch keinen Zielfotographen. Von der Staffelmanschaft wurde aber ein Foto gemacht und sich um die Läufer gekümmert – merkwürdig. Es hinterlässt als Marathonläufer hier einen faden Beigeschmack beim Flensburgmarathon. Ich dachte mir nur: Kein Wunder, dass sie sinkende Teilnehmerzahlen haben (nur 175 gemeldete Marathonteilnehmer, davon sind 10 nicht angekommen).

 

 

 


Die Nachversorgung in der „Alten Post “ war dagegen ausgezeichnet. Malzbier, Bier, Selter, Saft…u.s.w. es gab sogar Bockwürste. Ich nahm erst mal die Massage in Anspruch.
Im großen und ganzen war der Marathon gut. Die Strecke war anspruchsvoll und abwechslungsreich. Für Marathonanfänger ist die Strecke nicht geeignet. Die Verpflegung war gut. Zuschauer waren jetzt hier nicht so viele, aber das ist ein Landschaftsmarathon und da kann man
es  nicht anders erwarten. Der Zieleinlauf ging so. Ich persönlich werde hier nicht mehr laufen, da ich mich für 42,195 km einen schöneren Zieleinlauf wünsche. Als Marathoni geht man hier einfach unter.
Für Staffelläufer hingegen ist das hier das richtige Pflaster.

 

Emil, 11.9.2008
11. Marathon  

Ich habe Fertig.