"In Bad Pyrmont läuft nicht nur das Wasser" 20 Jahre Volkslauf in Bad Pyrmont!!! Laufen Sie auf einer der anspruchvollsten Strecken im Weserbergland und bei einem der beliebtesten Landschaftsläufe in Deutschland!
Bad Pyrmontam 26.7.2008
Wir sind schon am Freitag nach Bad Pyrmont gereist. Es sollte ein „Kurzurlaub“ werden. Am Freitag haben wir uns dann erst einmal in der Innenstadt umgesehen. Es war noch nichts davon zu sehen, dass hier morgen ein Marathon statt finden sollte. Wir haben die Hauptallee schon mal begutachtet, wo es morgen anfangen und enden sollte. Bad Pyrmont ist unser 2. Berg-Lauf. Das erste Mal war in Bad Salzuflen im Februar. Am Samstag sind wir dann gleich morgens wieder in die Stadt gefahren und da hing auch schon über der Hauptallee das Start/Zielbanner. Die Aufbauten (Massagezelte u.a.) waren voll im Gange. Um 9.00 Uhr waren wir dann im Konzerthaus und haben dann ganz schnell und freundlich unsere Startunterlagen erhalten. Und da haben wir dann auch – wieder einmal – Walter und seine beiden „Damen“ getroffen und einen Schwatz gehalten.
Wer mehr über Walter und seine beiden Shelties-Damen wissen will,
schaut mal hier:
Eine sehr schöne Homepage, wie ich finde.
Start des Laufes für uns Halbmarathonis war um 14.50 Uhr. Also sind wir erst wieder ins Hotel gefahren. Als wir dann so um halb 2 wieder in der Hauptallee standen, hat sie sich ganz schön verändert. Rechts waren die Verpflegungsstände (Getränke, Bananen, Wassermelonen…) aufgebaut. Auf der linken Seite ein paar Verkaufsstände, Getränke- und Speisenzelte. Das hatte schon richtig Atmosphäre. Man hat sich richtig wohl gefühlt. Es war sehr heiß heute, 31 Grad. Nur gut, dass der Lauf überwiegend im Wald stattfindet. Während wir uns trotz der Hitze noch wärmer gemacht hatten, ging gegenüber des Konzerthauses eine in weiß gekleidete Braut (auch mit Schleier) unter dem Applaus der anwesenden Läufer ihrem von der anderen Seite kommenden Bräutigam entgegen. Als die beiden sich dann getroffen und geküsst haben, brandete noch einmal heftiger Applaus auf – Schööön!
Um 14.50 Uhr fiel dann für uns HM der Startschuss. Wir haben uns ins hintere Drittel einsortiert und es langsam angehen lassen. Der Start die Hauptallee hinauf hatte schon was. Dann ging es bei ca. km 2 in Serpentinen den ersten Anstieg hinauf. Und schon hier hat es die ersten Geher gegeben. Bei diesem ersten Anstieg musste ich auch erst einmal durchpusten. Dann ging es weiter immer bergauf, mal steil, mal steiler. Es ging bei mir ganz gut. Wir sind die Berge ganz kontinuierlich raufgelaufen. Dabei haben wir viele Geher überholt. Was auch extrem geholfen hat, diesen Lauf so durchzuhalten: Die extrem schöne Laufstrecke durch den Wald, wo immer wieder mal ein Blick „ins Tal“ möglich war. Einfach nur toll. Die Verpflegung war auch in den Bergen gut. Sehr gut positioniert war der Verpflegungsstand vor dem Anstieg zum Spelunkenturm bei ca. km 8. Da konnte man noch einmal auftanken, um dann wieder ein starkes Stück Steigung zu überwinden. Und es ging immer weiter so. Wir sind die Berge weiterhin kontinuierlich raufgelaufen und haben so viele überholt. Mit einem Läufer aus Bielefeld hatten wir immer wieder Begegnungen. Berg rauf haben wir ihn überholt, bergab hat er uns überholt. So oft wie ihn haben wir keinen anderen Läufer getroffen.
In der Streckenbeschreibung hieß es, dass beim Spelunkenturm ca. bei km 10 – der höchste Punkt der Strecke erreicht sein sollte und dann sollten entspannte 5 km bergab folgen. Und wir liefen kurz bergab und liefen kurz bergauf…ein ständiges rauf und runter! Als entspanntes 5 km Stück bergab habe ich das nicht empfunden. Irgendwann ging es dann doch noch richtig bergab. Da haben wir dann volle Fahrt aufgenommen. Einmal hatte Emil so volle Fahrt drauf, dass es ihn in einer scharfen Kurve fast aus derselben getragen hätte. Er konnte sich aber gerade noch halten. Es war bis hier schon sehr anstrengend, hat aber auch richtig Spaß gemacht. Fast (aber nur fast) wäre mir der Spaß dann aber doch vergangen, als es dann an den letzten Anstieg ging – Boah! Da hätte ich fast kapituliert und war kurz davor zum „Geher“ zu werden. Aber mit Hilfe von Emils „Anfeuerung“ habe ich auch diesen letzten Anstieg laufend genommen. Dann ging es auf die letzten 2 km Richtung Ziel. Da hat Emil noch mal richtig aufgedreht und wir sind Richtung Ziel geflogen. Man hat gemerkt, dass ihn dieser Berglauf gar nicht gefordert hat. Wäre er alleine gelaufen, wäre er locker unter 2 Std. geblieben. So sind wir dann gemeinsam wieder in die Hauptallee eingebogen und haben unter dem Applaus der Zuschauer die Ziellinie überquert. Bei diesem Zieleinlauf hatte ich Gänsehaut. Das war echt super. Im Ziel hat es für die Damen eine Rose gegeben - eine schöne Geste. Hier im Zielbereich war es auch echt gemütlich.
Es gab keinen abgesperrten Bereich, wo die Läufer sich verpflegen konnten, hier hatten alle Zutritt – Läufer, Familien und Zuschauer. Das war toll. Wir haben uns dann erst einmal ein Erdinger Alkoholfrei geholt und haben es einfach nur genossen hier zu sein. Unser 2. Berglauf, ein HM mit 321 m. Höhenunterschied. Emil sagt: “Das war super und gar nicht so anstrengend“ Ich sage: „Es war anstrengend und hat trotzdem Spaß gemacht. Die Strecke war superschön, die Verpflegung war gut und der Zieleinlauf echt cool. Und weil der Lauf überwiegend im Wald war, war es auch nicht so heiß. Ach ja, unsere Zielzeit war 02:01 Std. Wir hatten uns eine Zeit um die 2 Std. vorgenommen und lagen damit genau richtig. Nur Schade, dass es keine Medaille gegeben hat. Aber das Jubiläumsshirt sieht toll aus. Wir sind dann noch bis Sonntag in Bad Pyrmont geblieben und es war wirklich ein „Kurzurlaub“.